Tischtennis

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Toller Bericht über Verein

Archiv 1980 - 1989 > 1988

25 Jahre Tischtennis Schömberg
Im August 1963 hatten einige Freunde des Tischtennissports die Idee, in Schömberg einen Tischtennisverein zu gründen. Am 1.9.1963 traf man sich, um das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Der Verein wurde als Abteilung der Turngemeinde eingegliedert. Zum 1. Abteilungsleiter wurde Volker Frank bestimmt. Im Rathaussaal wurde ein halbwegs geeignetes Lokal gefunden, wo man unverzüglich den Trainingsbetrieb aufnahm. Zu den "Männern der ersten Stunde" gehörten noch B. Klarer, W. Lindner, P. Frank, B. Dreher, H. Burkhardt und andere, zu denen kurz darauf noch Leute wie E. Closta, Th. Schwenk, D. Hemmer und E. Ott stießen, die vor allem spielerisches Können einbrachten.
Obwohl die nächsten Wochen fleißig trainiert wurde, musste man beim 1. Freundschaftsspiel in Deißlingen eine 1:9 Niederlage einstecken, und daran sollte sich auch in weiteren Freundschaftsspielen nicht allzuviel ändern.
1964/65 trat der Verein zur ersten Punkterunde an mit folgender Stammbesetzung: Ott, Hemmer, P. Frank, Chlosta, Klarer, Schwenk und den Ersatzspielern V. Frank, Muysers, Lang und Lindner. Hier konnte endlich, ein Jahr nach Vereinsgründung, gegen Rosenfeld mit 9:7 der erste knappe Sieg gefeiert werden. Es reichte trotzdem nur zum letzten Platz in der Runde. Die nun wechselnden Erfolge oder Misserfolge der folgenden Jahre nahm man gelassen hin: das kameradschaftliche Zusammensein war wichtiger als der sportliche Ehrgeiz. Beim Training sah man selten Sportkleidung, die Krawatte wurde einfach ins Hemd gesteckt. Die beengten räumlichen Verhältnisse im Rathaussaal waren nicht gerade hochleistungsfördernd: nur ein vors Geländer gebundener Besenstiel verhinderte, dass Abwehrspieler nicht die Treppe herunterpurzelten, und oft war vor lauter Qualm der Ball nicht zu sehen, wenn Ernst Closta den Ofen wieder zu stark angefeuert hatte. 1969 war man durch Spielerabwanderung gezwungen, den Spielbetrieb ruhen zu lassen.
Die Runde 70/71 brachte einen Neubeginn in der Kreisklasse III mit etwas verjüngter Mannschaft, und es wurde auch gleich der Aufstieg geschafft. Mit dem Heuberg-Wanderpokal wurde das 1. Mannschaftsturnier gewonnen. Die erste dokumentierte Vereinsmeisterschaft konnte 1972 von E. Ott gewonnen werden, der schon vorher wie auch die nächsten Jahre die spielbestimmende Persönlichkeit im Verein war.
Eine neue Ära in der Vereinsgeschichte begann, als mit Günther Steidle ein tatkräftiger Mann das Amt des Spartenleiters übernahm, das bisher - in wechselnden Händen - sehr vernachlässigt worden war. Mit dem Umzug in die neue Schömberger Schulsporthalle gab es endlich auch ideale Trainingsbedingungen. Aus Anlaßss des 10jährigen Bestehens rief die Abteilung den Heuberg-Wandpokal für Schüler, Jugend und Aktive ins Leben. Dieser Wettbewerb sollte von Jahr zu Jahr attraktiver werden, wobei Schömberger Spieler immer hervorragend abschneiden konnten. Aus der Einsicht, dass mit dem alten Spielerstamm auf Dauer sportlich nichts zu erreichen war, wurde 1973 eine Jugendabteilung gegründet, die von Hubertus Kalk durch viele Jahre aufgebaut und vorbildlich geführt wurde. Die Erfolge des Vereins in den kommenden Jahren waren der unmittelbare Verdienst dieser Aufbauarbeit.
1974 errangen die Jugendlichen den Bezirkspokal der Kreisklasse und auf Anhieb den zweimaligen Aufstieg über die Bezirksklas¬se zur Bezirksliga. Schon 1975 wurde der langjährige Vereinsmeister E. Ott vom Jugendlichen G. Völkle abgelöst. So profitierte allmählich auch die Herrenmannschaft von den jungen Spielern und vom Zuzug starker Spieler aus Nachbargemeinden. 1977 stieg die 1. Herrenmannschaft in die Kreisklasse 1, 1980 in die Bezirksklasse auf. Der erfolgreichste Spieler dieser Zeit ist Josef Sauter, der durch Trainingsfleiß und diszipliniertes, kampfstarkes Spiel den anderen Spielern Vorbild war und großen Anteil am Aufschwung hatte. Erst 1983 musste er nach sechsmaliger Vereinsmeisterschaft dem von Wehingen gekommenen Thomas Opiol weichen. Den größten sportlichen Erfolg aber hat bis heute die schon 1973 gegründete Damenmannschaft erreicht. Nach und nach durch junge Spielerinnen ergänzt, konnte sie 1974 in die Bezirksklasse, 1979 in die Bezirksliga und dieses Jahr in die Landesliga aufsteigen. Diese Mannschaft verdient es, vorgestellt zu werden: Marianne Koch und Anette Weinmann, beide Bezirksmei¬ster; Claudia Lehmann, die schon als Schülerin Bezirksmeister war und dazu die junge Birgit Wild.
Ähnlich machte es die Mädchenmannschaft, als sie 1981 mit ihrer Spitzenspielerin M. Fetgenheuer, ebenfalls mehrmalige Bezirksmeisterin, den Aufstieg von der Bezirksliga in die Oberliga Süd schaffte, sich dort allerdings nicht halten konnte.
1983 wurde das 20jährige in der Hohenberghalle in Schörzingen gefeiert. Aus diesem Anlass wurde ein Hobbymannschaftsturnier ins Leben gerufen, welches seitdem jährlich großen Anklang findet. In der Runde 84/85 gab es spielerisch einen weiteren Schub nach vorne. Immer mehr gute Spieler aus der Umgebung schlossen sich der Schömberger Tischtennisabteilung an. In der Zwischenzeit sind Spieler und Spielerinnen aus 16 Ortschaften rund um Schömberg Aktive in der TG Schömberg, das sich zu einem TTennis-Zentrum entwickelt hat. Die II. Herrenmannschaft steigt in die A-Klasse auf, die III. in die B-Klasse. Herren 1 verpasste knapp den Aufstieg in die Bezirksliga. Auch die erste Jugend etablierte sich in der Bezirksliga. Bei Ranglistenspielen konnte sich bei den Damen Koch - Weinmann - Traub - Fetgenheuer, bei den Herren Opiol - Grom - Widmann - Staiger - Koch immer mehr in den Vordergrund spielen.
1985 reifte bei Thoms Opiol und Uwe Geiger der Entschluss, den Weltrekord im Dauertischtennis, der auf 167 Stunden stand, zu brechen. Ein schier unmögliches Unterfangen. Im April 85 war es dann soweit. Allen Unkenrufen zum Trotz schafften beide mit eisernem Willen den Rekord. Nach 8 Tagen -168 Stunden - waren sie am Ziel ihrer Wünsche. Großes Zuschauerinteresse begleitete im Gasthaus "Waldeck" dieses Unterfangen. Der Gewinn war für die Aktion Sorgenkind bestimmt, so daß auch das ZDF aufkreuzte und einen kurzen Bericht brachte. Großen Anteil am Erfolg hatten auch der Betreuer Kerntler und der Masseur Ordowsky. Im Guennis-Buch der Weltrekorde stehen sie auch heute noch. 1986 gelang dann der 1. Herrenmannschaft mit Grom - Opiol - Koch - Sauter - Widmann - Geiger der langersehnte Aufstieg in die Bezirksliga, wo sie gleich im ersten Jahr für Furore sorgten. Platz 4 wurde es am Schluss. Im selben Jahr wurde beim Stadtfest in Schömberg ein Weltrekordwettbewerb im Tischtennisballweitspucken veranstaltet. Dieses fand großen Anklang. Jürgen Matthes aus Deilingen holte sich mit 10,76 m diesen Titel und eine Reise nach Paris. Die Abteilung selber machte eine gelungene Reise nach Berlin. Im Juli 86 gab Günther Steidle nach 15 Jahren sein Amt überraschend ab. Die Geschäfte übernahm der 2. Vorstand Opiol. Mit ihm ging es nahtlos auf Erfolgskurs weiter. Alfred Koch übernahm das Schülertraining und holte mit ihnen 1987 die Meisterschaft in der Kreisliga und Bezirksklasse. Auch mit der lugend ging es unter Heinz Widmann weiter aufwärts. Im April 87 wurde dann Thomas Opiol einstimmig für 2 Jahre zum Abteilungsleiter gewählt. 2. Vorstand wurde Uwe Faßhauer, der inzwischen TG-Vorstand wurde. Für ihn übernahm Bernhard Wuhrer dieses Amt. Die Kasse liegt bei Marianne Koch seit 10 Jahren in besten Händen. Rechtzeitig zum 25jährigen schaffte die 1. Jugend den größten Erfolg. Staiger - Butscheck- Krupp - Dehne errangen die Meisterschaft in der Bezirksliga und spielen nun in der höchsten Klasse Württembergs. Bei den in diesem Jahr ausgerichteten Ranglistenspielen des Bezirks Oberer Neckar schaffte Thomas Opiol mit seinem 1. Platz eine große Überraschung.
Von den Vereinsmitgliedern des ersten Jahres 1963 ist Ernst Closta als einziger (mit 68 Jahren als ältester Spieler des Bezirks) noch aktiv. Ott - Muysers - Schwenk sind noch als passive Mitglieder dabei. 16 ausgerichtete Heubergturniere mit jährlich über 200 Teilnehmer, 5 Hobbyturniere und viele andere Veranstaltungen zeugen von einem regen Vereinsleben. So kann die Tischtennisabteilung der TG Schömberg in ihren 25 Jahren als Nummer eins im Bezirk zubersichtlich in die Zukunft schauen.


 
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